Marianne Bönigk-Schulz

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4. Messie Fachtagung in Bielefeld:

Chronisch handlungsblockierte Menschen optimal informieren und behandeln – Neue Herausforderungen für Selbsthilfe, Behörden und Therapeutinnen / Therapeuten.

Bielefeld, November 2005 – Menschen mit einem Messie-Syndrom informieren, patientennah zu versorgen, ist das Thema der 4. Messie-Fachtagung, die am 26. November 2005 an der Universität Bielefeld stattfindet. 

Betroffene im Gespräch mit Fachleuten (IV)

Teilnehmer sind Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen, Vertreter von Behörden und aus der Politik, und Betroffene und Betroffenenorganisationen (Selbsthilfe). Sie tauschen sich darüber aus, welche Ursachen dieser Handlungsstörung Zugrundeliegen und welche Konzepte und Hilfsformen sich bei der Bewältigung dieser Handlungsblockade besonders bewährt haben. Die Teilnehmer diskutieren dabei Ursachen- und auch Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Erforschung und in der therapeutischen Patientenversorgung der betroffenen Menschen.

Die bedarfsgerechte Versorgung chronisch kranker Menschen ist eine zentrale Herausforderung unserer Gesellschaft. Dazu gehört es,  patientenorientierte Versorgungskonzepte zu entwickeln und auch die Selbsthilfe als qualitätssichernden Unterstützungsfaktor mit einzubeziehen. Die Politik fördert zu diesem Zweck sektorübergreifende und interdisziplinäre Behandlungskonzepte. Im Rahmen der Förderung der Selbsthilfegruppen, -Organisationen und -Kontaktstellen wurde im Zuge der Gesundheitsreform 2000 die Selbsthilfeförderung im § 20 Abs. 4 SGB V von einer Kann-Leistung in eine Soll-Leistung umgewandelt. 

Der Förderverein zur Erforschung des Messie-Syndroms (FEM) e.V. bietet in Zusammenarbeit mit vielen Experten (Betroffenen, Therapeuten, Wissenschaftlern und Studenten) der Universität Bielefeld sowie anderer Universitäten und  klinischen Fachleuten eine Plattform zum Erfahrungsaustausch über dieses komplexes Störungsbild. 

Wichtig ist den Veranstaltern dabei, die Erwartungen von Betroffenen, Angehörigen, Behörden, Ärzten, Therapeuten und Wissenschaftlern herauszuarbeiten und daraus praxisbezogene Versorgungsangebote zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist, dass sie gut informiert sind, denn nur so können Versorgungsangebote bestmöglich genutzt werden und sich Betroffene an Entscheidungsprozessen beteiligen. Im Vordergrund stehen deswegen informelle Ausführungen und Vorträge zum Messie-Syndrom.

Auf dem Programm des Kongresses stehen zu diesem Zweck die Auswirkung langandauernden Stresses, als ein entscheidender Faktor der Desorganisation und, wie Selbsttäuschung bei Menschen zu einem stabilen und aus sich selbst heraus erneuernden System im Denken und Erleben werden kann.  Es werden außerdem eine Fotoserie "U n e i n s" gezeigt, sowie ein Therapiemodell für Menschen mit dem Messie-Syndrom vorgestellt.

Dem Veranstalter ist vor allem der benötige Schutz vor mangelnden, fehlerhaften und überflüssigen Behandlungen und Hilfeangeboten ein Anliegen und es ist ein Wunsch, dass die Selbsthilfe als „Vierte Kraft“ im Gesundheitswesen anerkennt wird.

Wichtig: Die Veranstaltung ist im Rahmen der "Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung" der Ärztekammer Westfalen-Lippe mit insgesamt 8 Punkten (Kategorie: A) anrechenbar. Die Teilnahmebescheinigung wird zum Ende der Veranstaltung ausgestellt. 

Die Teilnahmegebühren betragen 10 Euro.