Vortrag Bad Boll

Das Messie-Syndrom
Plädoyer für eine Blickwendung

 

von Marianne Bönigk-Schulz

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Tagung, bevor ich Sie begrüße, würde ich Ihnen gerne etwas vorlesen:
Aus dem Buch von Gerhard Roth 2001 „Fühlen, Denken, Handeln”
 
Gedächtnis und Erinnerung
 
In der Tat,
wir wären nichts ohne Gedächtnis und Erinnerung;
wir wüssten nicht, wer und wo wir sind,
welcher Tag heute ist und in welchem Monat und Jahr wir uns befinden,
wer die anderen um uns herum sind,
warum wir gerade hier sind und nicht anderswo,
was man von uns erwartet,
welche Bedeutung die Dinge und Geschehnisse um uns herum haben.
 
Wir würden uns einerseits vor vielen Dingen grundlos ängstigen und andererseits viele Gefahren übersehen.
 
Wir würden keinen Satz verstehen oder sprechen können,
keine Gestik und Mimik.
 
Schon bei etwas komplexeren Bewegungen kämen wir in Schwierigkeiten, weil die meisten Bewegungen eingeübt sind und damit von Lernen und Gedächtnis abhängen.
 
Kurzum, wir wären verloren.

 
Ich begrüße Sie zu dieser Fachtagung ganz herzlich.
 
Ich bedanke mich für die sehr freundlichen Einführungsworte.
 
Ich bedanke mich bei Herrn Schäfer, der diese Tagung hier in der Evangelischen Akademie ermöglicht hat.
 
Mein besonderer Dank geht an Dr. Harm Kühnemund, dessen Engagement bei der Planung und der Programmgestaltung dieser Tagung zu einem ganz besonders wichtigen Merkmal führt, nämlich zu einer möglichst vielschichtigen Betrachtungsweise einer bisher wenig beachteten “Störung der Handlungen”, unter der eine große Anzahl von Menschen leidet.
 
Und ich danke allen, die hier mit Vorträgen oder in den Arbeitsgruppen versuchen, dieses Phänomen begreifbar zu machen.
 
Das, was ich Ihnen zu Anfang vorgelesen habe, ist sehr wichtig für mich und meine Arbeit. Ich werde Ihnen, wenn ich auf mögliche Ursachen zu sprechen komme, noch etwas aus diesem Buch vorlesen. Allerdings geht es da um etwas ganz Gegensätzliches, um das Supergedächtnis!
 
Gliederung:

  • Wie sollten wir diese Störung nennen?
  • Meine Erfahrungen mit der Wissenschaft und mit Therapeuten
  • Handlungsblockaden als Leid
  • Vorurteile der Menschen, die mit den Betroffenen zu tun haben
  • Die charakterliche Seite dieser Störung
  • Mögliche Ursachen
  • Was kann die Selbsthilfebewegung der Messie erreichen?

Zuerst möchte ich kurz etwas zu meiner Person ausführen.
 
Mein Name ist Marianne Bönigk-Schulz, ich bin zur Zeit im Förderverein zur Erforschung des Messie-Syndroms ehrenamtlich tätig.
Ich beschäftige mich seit ca. 6 Jahren intensiv mit dieser Störungsart. Grundlage für meine Arbeit ist in erster Linie mein eigenes Erleben und die bestehenden Möglichkeiten im Bereich der Selbsthilfearbeit. Mein starkes Interesse, die Ursachen dieser komplexen Störungsart zu erkennen, entwickelte sich bei mir auch deshalb, weil ich erleben konnte, wie Menschen, deren Intentionen stark von wirtschaftlichen Interessen geleitet wurden, sich dieses Problems angenommen haben.
Man kann sagen, je massiver diese Erfahrung war, umso größer wurde mein Interesse, diese Störung zu verstehen und meine Erkenntnisse an Betroffene weiterzugeben.
 
Wir kennen ja alle die Wirkweisen von oberflächlichen Hilfsangeboten, zum Beispiel bei Menschen mit Gewichtsproblemen. Hier haben die Diäten oft zu langfristigen Gewichtszunahmen geführt und bei den Zeitschriften, Büchern und Diät-Kursen zu mehr Absatz und Einkommen.
Mein Interesse ist es, so einen Kreislauf bei Messies zu verhindern. Die Ratschläge zur Organisation des Haushaltes beseitigen die auslösende Problematik nicht, im Gegenteil. Nach immer wieder erzwungenen normengerechten Handlungen können sie sich auch in eine andere Richtung wandeln. Körperliche Symptome und andere psychische Störungen können sich einstellen.
 
Das wird dann besonders deutlich, wenn zwangsgeräumt wird: Diese Menschen verlieren dann mit einem Mal ihr Gefühl von Sicherheit und oftmals brechen sie psychisch zusammen.

 

Die Frage dieser Tagung lautet: SCHLAMPEREI ODER KRANKHEITSBILD?

 

Nun, wenn wir uns Berichte über Messies in den Medien ansehen, kann man feststellen, dass dabei viel Wert auf die Darstellung der “vermüllten Wohnung” dieser Menschen gelegt wird.
Auf Grund unserer Erfahrungen mit dem Fernsehen wissen wir, dass differenzierende Worte von Therapeuten zu diesem Phänomen so gekürzt und geschnitten wurden, dass zum Schluss eine Inhaltsverdrehung entstanden ist. So wird der Bevölkerung ein schiefes Bild des Messie-Syndroms vermittelt.
Nicht das Äußere, nicht das, was in der Wohnung sichtbar ist, sondern die innere Dynamik ist das, was wichtig ist, was uns Aufschluss darüber gibt, wie diese Menschen einen inneren Konflikt oder ähnliches zu bewältigen versuchen.

 

Wie sollten wir diese Störung nennen

Aber um was handelt es sich, wenn wir es mit einem Wort erfassen wollen?
Um das Vermüllungssyndrom oder um das Messie-Syndrom?

Hier werden die sprachlichen Schwierigkeiten deutlich, denn bei dieser Störung handelt es sich nicht um ein scharf abgrenzbares Symptom.
 
Wenn ich gefragt werde, ob die Vermüllung symptomatisch ist, dann kann ich nur sagen, dass es sich unter Umständen bei einigen Betroffenen so darstellen kann, dass es aber kein Kriterium zur Einordnung oder gar Diagnose sein kann, denn bei den Menschen mit Handlungsblockaden gibt es eine Bandbreite von einer „anscheinend ordentlichen Wohnung” bis zur „vermüllten Wohnung”.
 
Es handelt sich also eher um eine zunächst sehr unscharfe, schillernde, mehrdeutige Erlebensart, die allumfassend mit dem populären Begriff meiner Meinung nach treffender bezeichnet wird: Messie, also dem Messie-Syndrom, dem Messie-Erleben oder auch dem Messie-Sein.
Kaum einer, der sich als Messie bezeichnet, könnte deutlich sagen, um was es sich bei dieser Störung eigentlich handelt, wenn er gefragt würde. Man ahnt da mehr, als man weiß. Doch die Betroffenen, die mit einer Vehemenz von sich behaupten, Messie zu sein, verraten, dass es sich um etwas Bedeutsames und etwas ganz erheblich Lebenseinschränkendes handelt. Wollte man es fassen, so müsste man es eigentlich als einen vagen inneren, eigentlich inhaltslosen Druck beschreiben. Es ist etwas da, was vage zu einem Tun drängt, aber es wird nicht deutlich, worin dieses Tun bestehen soll, noch worauf es sich richtet.
Es ist mehr eine gedankliche Feststellung oder besser gesagt: eine Handlung nur im Denken und so bleibt alles im realen Handeln unerledigt. (eine persönliche Anmerkung: Die Inkongruenz, ein möglicher Zusammenhang zwischen Erleben und Verhalten)
 
Hier wird deutlich, dass es nicht ein ganz bestimmtes Verhalten bezeichnen soll, sondern einen ganz komplexen Bereich wohlunterscheidbarer seelischer Erlebensweisen.
Das Nicht Handeln Können, so wie die Menschen es wollen, ist zu einem Problem geworden.
 
Die Defizite scheinen offensichtlich zu sein, und so wenden diese Menschen alle nur erdenkliche Methoden an, um die Handlungsblockaden zu korrigieren, was ja ein durchaus gesundes Streben ist.
 
Jetzt würde ich Ihnen gerne einen möglichst umfassenden Einblick in diese Störung vermitteln, doch das ist schlichtweg in diesem zeitlichen Rahmen unmöglich und Sie wären auch sicherlich überfordert damit. Denn oftmals sind die Auswirkungen und Gründe einer solchen Lebensart paradox und es scheint nichts zugeben, was Ihnen als Richtschnur dienen kann.
 
Deswegen greife ich einiges heraus, um Ihnen daran die inneren Abläufe dieser Störung zu vermitteln. (persönliche Anmerkung: Die Beispiel aus meinen Erfahrungen mit Messies und meinem eigenen Erleben, sind nachzulesen in der Dokumentation, die die Evangelischen Akademie herausgeben will.) Diese Menschen fühlen, dass es um Diffuses, nicht Fassbares, nicht Aussprechbares, aber höchst Hintergründiges geht und es nicht nur bloße Organisationsprobleme sind. Gewiss, man könnte über diesen Mangel hinwegsehen und Erklärungen dafür finden, wenn diese Menschen nicht fühlten, dass man damit nicht sobald am Ende sein wird. Das bedeutet, dass es den Menschen ein Leben lang begleiten kann.
 
Doch Ziel jedes menschlichen Strebens ist es, in den Vollbesitz seines eigenen Willens zu gelangen, um erst das eine, dann das andere tun zu können. Die Betroffenen meinen, es ist etwas da gewesen, ein Impuls, ein Streben oder eine Intention, doch diese ist verschwunden, abhanden gekommen und nunmehr nicht mehr da. Der Wille zum Tun könnte eigentlich verfügbar sein, denn bei anderen Menschen ist Handeln doch möglich.
 
Hier in dieser gehemmten oder blockierten Messie-Haltung wirken offensichtlich Phänomene auf das Erleben, die zwischen Bewusstem und Unbewusstem liegen und auch solche, die zwischen den Impulsen Entfaltung und Hemmung stehen. Wenn wir also auf Grund des Messie-Verhaltens etwas Beobachtbares bezeichnen wollen, dann ist man geneigt, es als Vermüllung zu bezeichnen, obwohl es bei näherem Hinsehen nicht nur als solches greifbar wird. Erforderlich ist hier eine Trennung der genaueren Repräsentationsbereiche, die zwischen Vorder- und Hintergrundverarbeitung liegen, sodass die wahrgenommenen Inhalte und vergegenwärtigten Inhalte unterschieden werden können.
 
In Folge dessen muss es dann eine Stelle geben, an der klipp und klar ausgeführt wird, was denn bei diesen Menschen eigentlich vorliegt. Dieses Wissen um Ursachen sollte dann möglichst auch gleich effektive und schnelle Methoden beinhalten, damit die Betroffenen ihren Alltag besser bewältigen können. (Das scheint eine vorherrschende Denkweise zu sein (vor allen Dingen, bei der Presse).)

 

Meine Erfahrungen mit der Wissenschaft und mit Therapeuten

 

Sinnigerweise wird dieses Wissen von mir erwartet. Wenn ich diesen Erwartungen nicht gerecht werde, wird etwas anderes vermutet. In einem Buch wird ausgeführt, dass ich „nicht besonders an Veränderung, Therapie, praktischen Abgrenzungen interessiert bin”. Hier frage ich mich, wie ein Buchautor zu solchen Annahmen kommen kann.
Meine Feststellung ist da eher einfach:
SIE FRAGEN NICHT NACH, SIE MACHEN SICH NICHT KUNDIG, OB DAS, WAS SIE ANNEHMEN, AUCH TATSÄCHLICH SO IST. SO MACHEN SIE DIE EIGENEN ERKLÄRUNGEN EINFACH AUF IHR INNERES BILD VON DIESER STÖRUNG HIN PASSEND.
 
Es geht mir bei dieser Schilderung nicht darum, das Buch oder die wissenschaftlichen Untersuchungen abzuwerten, nein, ich möchte einfach zu mehr Transparenz aufrufen, denn nicht immer ist eine falsche Hypothese so leicht sichtbar. Die dann daraus resultierenden Schlüsse oder eventuellen Therapieausrichtungen können (wie wir es schon erlebt haben) zur Manifestierung dieser Störung führen. Ich hoffe da auf die wissenschaftstheoretische Einsicht, dass die Erforschung dieser erlebnisbedingten Störung sowie die Therapie nur innerhalb von Interaktionen (der mitmenschlichen Umgebung) möglich ist. Alles andere wäre nur eine bloße Beschreibung von Störungen, der die spezifischen Erlebnisbedingungen fehlen.
 
Die unterschiedlichen Ausrichtungen einer sich lebenslang verändernden Persönlichkeitsstruktur in ihrer Eigenart und Dynamik werden dann sichtbar, wenn die früheren und momentanen Lebensverhältnisse und -bezüge (Familie, Arbeitsverhältnisse, gesellschaftlich -kulturelle Einbettungen) mit berücksichtigt werden.
 
Denn die jeweiligen Lebensverhältnisse dieser Menschen beinhalten eine umfassendere Erlebensgeschichte und erweitern das Verständnis für die gestörte sowie die gesunde Erlebnisverarbeitung, als Verhaltensweisen es aufzeigen könnten. Es zeigt sich immer mehr, dass die Störungen (Messie-Syndrom) sehr unterschiedlich entwicklungsmäßig determiniert (festlegen, begrenzen) sein können und dass nur eine Berücksichtigung dieser Entwicklungskonstellation die Chance hat, zu angemessenen Strukturbildungsprozessen der Persönlichkeit zu finden.
 
Ich denke, dass man sagen kann, dass das Messie-Syndrom eine frühe Störung der Interaktion und die der Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssystemen ist. Hier zu forschen wäre ein hervorragendes Beispiel für Klarheit und Angemessenheit und ist ursachenbezogen. Deswegen würde ich mir wünschen, dass subjektives Erleben nicht in den Bereich der Unwissenschaftlichkeit verwiesen wird. Doch während die Wissenschaft sich schwer tut, Erkenntnisse über das gesunde und gestörte subjektiv wahrgenommenes Erleben von diesen Menschen, wie zum Beispiel bei dem „Erinnern”, nach den Kriterien der Objektivität und Messbarkeit zu erlangen, sodass diese Ergebnisse durch andere Personen nachvollzogen und überprüft werden können, verzweifeln in der Zwischenzeit Betroffene an ihren Handlungsblockaden. Leider fehlt nicht nur eine unterstützende Psychologie, sondern es fehlen auch die entsprechenden Worte, die zur Bezeichnung dieser verursachenden Prozesse verwendbar wären; zumindest fehlen sie im Kontext dieser Störung.
 
Denn was hier als Desorganisation beschrieben wird (der Gedanken, Gefühle und des Verhaltens), entspricht etwa dem, was als Haltung dieses Menschen bezeichnet werden kann. Jedoch kann dieses heute noch nicht mit ausreichender Genauigkeit dargestellt werden, denn der aktuelle Stand unseres Wissens besitzt noch nicht einmal Kenntnisse über die „normalen” Handlungsabläufe des Sortierens und Aufräumens, auf die man sich bei dieser Störung stützen könnte. Es gibt nur Vermutungen und Hypothesen über Handlungen, die in die Gewohnheit übergehen, die von Wissenschaftlern vorzugsweise in ihren Teilaspekten gesehen werden (z. B. Motivationstheorie), was dann immer großes Erstaunen bei mir hervorruft, denn ich verstehe psychologische Forschung und Erkenntnisse nicht als eine bestimmte Abgrenzung in einem eigenständigen wissenschaftspsychologischen Gebiet, sondern um Erkenntnisgewinnung, die alle Aspekte menschlichen Daseins umfasst und diese erklärbar und auch behandelbar machen kann.
 
Die Zeit verändert sich und auch psychische Störungen unterliegen einem Wandel, wie wir es bei Süchten und bei Wahrnehmungsstörungen deutlich sehen. Deswegen sehe ich auch keinen Grund, mich so zu verhalten, dass ich es den Forschern oder einer späteren Zeit bereitwillig überlasse, die möglichst genaue Systematik und das Wesen dieser Störung mit zutreffenden Begriffen darzustellen. Nein, mein eigenes Erleben ist noch so präsent (auch dank der Kontakte mit den noch Betroffenen und deren Angehörigen), dass ich den Weg wähle für eine vorläufige Feststellung dieser Störung und deren Wirkweisen. Meine fehlenden Kenntnisse der psychologischen Entwicklungen eines Menschen machen mein Vorgehen natürlich von vorn herein fragwürdig, diese Störung theoretisch systematisieren zu können.
 
Heute aber, noch im Stadium der Erforschung dieses Phänomens, drängt sich ein anderer Weg der Darstellung auf, nämlich die Darstellung aus der Sicht von Betroffenen zu schildern, das heißt die Beschreibung äußerer und innerer Abläufe zu schildern und wenn möglich mit der Entstehungsgeschichte und mit biographischen Ereignissen zu verknüpfen.

 

Handlungsblockaden als Leid

 

Der Mensch handelt in der Regel aus eigener oftmals nicht bewusster Motivation und Intention heraus, sodass er wenig über die Handlungsabläufe weiß. Er glaubt, in der jeweils augenblicklichen Lage fühlen und handeln zu können.
Diese Menschen „Messies” empfinden sich in augenblicklichen Situationen und unter bestimmten Umständen wenig in der Lage, zu handeln oder sich verbal zu äußern oder konsequent entscheiden zu können. Sie fühlen ihren Mund verschlossen und ihre Hände gefesselt und fordern andere Handlungen oder Erklärungen ein. So steigt in ihnen Angst, Scham, Abwehr, Peinlichkeit, Trotz und Unlust auf. Oft unterlässt dieser Mensch auch das, was eigentlich möglich wäre.
 
Ich glaube aber, dass jedermann dieses Erleben kennt. Der eine erlebt diese Störung sehr selten, sodass es ihm nicht ins Bewusstsein gelangt, und der andere erlebt sie so häufig, dass dieses Defizit ihm über alle Maßen im Bewusstsein präsent ist und demzufolge auf sein Leben wirkt. Doch nicht jeder Betroffene leidet unter seinen Handlungsstörungen. Manche spüren die Schwierigkeiten und nehmen sie als gegeben hin. Auch wenn diese Betroffenen den Ursprung dieser Störung nicht kennen und auch nicht ihr Wesen, so haben sie die Einstellung „damit fertig zu werden”. So werden sie für den Betroffenen in der Regel bedeutungslos und sein Bewältigungsmechanismus rechnet mit diesen Störungen. Der Mensch richtet sich so auf sie ein. Diese Zuversicht und das Akzeptieren des Unvermeidlichen kann zu einem neuen Wissen führen, zu einer gesunden Verarbeitung.
 
Aber einigen Betroffenen, die ihr Gefühl des Leidens vom Erleben abgespalten haben, verschließt sich automatisch der Weg zu einer gesunden Verarbeitung vermeintlicher Defizite. Diese Menschen haben Bewältigungssysteme, die mit den Normen, die es in unserer Gesellschaft gibt, auf das Schärfste zusammenstoßen, was zu immerwährender Abwehr dieser Normen führen kann. Auf Dauer entsteht dadurch ein Rückzug von den Mitmenschen (die natürlich darauf reagieren) und eine Unfähigkeit, sich auf veränderte äußere Situationen einstellen zu können.
 
Kulturelle und gesellschaftliche Normen spielen hierbei sicherlich eine große Rolle. Es liegt in der Natur der Sache, dass in der westlichen Welt, also in der Industrie- und Leistungsgesellschaft diese Normen und die Leistung wesentlich stärker ausgeprägt sind als zum Beispiel in Afrika. Der Druck, immer schneller, immer effektiver und intensiver arbeiten zu müssen, wird zusätzlich durch die Medien und die Werbung verstärkt. Diese „Leitbilder”, die immer wieder aus den Medien auf uns herabfluten, verfestigen solche Normen wie z.B. das Schlankheitsideal oder das Bild einer perfekten Ehefrau, die unter anderem eine gute Haushälterin sein sollte und zusätzlich noch im Beruf „ihren Mann stehen“ soll. Die Folgen bei Nichterfüllung dieser Normen können gesundheitliche und psychische Störungen sein, z.B. Selbstzweifel, Minderwertigkeitsgefühle, Orientierungslosigkeit, innere Leere, Flucht in Äußerlichkeiten, Kaufrausch, Essstörung, und manchmal sogar Angstzustände oder Depressionen. Hiergegen hilft nur das „Nicht-So-Ernst-Nehmen” der Normen und die Bildung eines stabilen Selbstvertrauens.

 

Vorurteile

 

Doch Angehörige, Vermieter, Behörden und Betreuer, die festzustellen glauben, wann jemand Messie ist, sollten vorsichtiger sein und nicht diese vordergründigen Signale mit dem Hintergrund verwechseln. Diese üble Unsitte steckt voller Vorurteile, die von der Berichterstattung in den Medien geschürt werden. Die in der Presse geschilderten Fälle sind bestenfalls enorm vergröberte Einzelfälle dessen, was hier unter Vermüllungssyndrom verstanden wird.
Wir stoßen hier auf ein Dilemma, dass der autoritäre Umgang mit diesem unerwünschten Verhalten schlichtweg nichts, aber auch gar nichts bei diesen Menschen verändern kann.
 
Deswegen muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich allen Betroffenen dazu rate, keine Behördenvertreter oder ähnliche Menschen in die Wohnung zu lassen außer mit einem Gerichtsbeschluss.
Erst wenn diese an einer Wohnungsbesichtigung interessierten Menschen es fertig bringen würden, die Betroffenen nicht im unklaren darüber zu lassen, was sie von Gesetzes wegen dürfen oder nicht, wäre das ein Aspekt, meinen Rat nicht so rigide zu vertreten. Aber noch ist es nicht soweit; noch haben es anscheinend die Behörden nicht gelernt, offen und rückhaltlos über Rechte und Pflichten (ich meine hier die der Gesetzesvertreter) zu informieren. Diese Desinformation wird unter anderem dazu benutzt, das durchzusetzen, was der Behörde dienlich ist. Doch Angehörige, Vermieter, Behörden und Betreuer, die festzustellen glauben, wann jemand Messie ist, sollten vorsichtiger sein und nicht diese vordergründigen Signale mit dem Hintergrund verwechseln.
 
Das mag Sie (die Behördenvertreter) jetzt in Aufruhr versetzen, aber ich versuche, die Partei von den Betroffenen einzunehmen, also von denen, die am Ende immer die sind, die auf der Strecke bleiben, die durch nichts und niemanden geschützt werden. Auch wenn ich die Not der Verwaltungsfachleute verstehen kann, bin ich für die Interessenwahrnehmung dieser Menschen zuständig, zumindest, wenn sie sich an mich wenden.
 
Jeder, der über die komplexen Verflechtungen Bescheid weiß, wird sich hüten müssen, die simple Betrachtungsweise, dass es sich bei den Betroffenen schlichtweg um Faulheit handelt, zu eigen zu machen, auch wenn das Verhalten von Messies bei ihnen unweigerlich zu erzieherischen Reaktionen führt. Vielleicht hat das Publikum auch bei sich selbst schon einmal dieses Erleben festgestellt. (In einer Konfliktsituation bei schönen Wetter schwimmen gehen wollen und die dringende Arbeit aufzuschieben um dann zum Schluss nichts vom beiden zu tun.)
 
Dann mögen sie abwarten, was hier darüber gesagt wird. Oftmals ist die Angst dass es sich womöglich um die Anfänge des Messie-Seins handeln könnte, unbegründet, und vielleicht werden sie ihr Urteil nach dieser Tagung über diese Menschen revidieren müssen, und es ist sogar möglich, neuen Respekt vor dem abfällig als vermüllt Benannten zu gewinnen. Denn dieses Erleben bedeutet Leid und die weitere Folge dieser Verhaltensweisen der Desorganisation (zeitlich und/oder auch räumlich) und des Hortens und Sammeln-Müssens ist, dass sich dieses Leiden oft um ein Vielfaches vermehren kann.

 

Die charakterlichen Seiten dieser Störung

 

Jede eingehendere Beschäftigung mit Menschen mit dieser Störung zeigt, dass es sich im wesentlichen tatsächlich um drei Gebiete handelt, die aus dem Gleichgewicht geraten sind: der Besitz, die Geltung und die Wahrnehmung. Nun gibt es landläufig kein richtiges oder falsches Streben nach Besitz und Geltung, sondern nur ein mehr oder weniger zweckmäßiges. Das erfordert eigentlich eine eigene Fragestellung: Warum und wozu dient dieses Verlangen nach dem „Haben-Wollen” und „Gelten-Wollen”?
 
Ich bin der Meinung, dass diese Menschen in einer Art der Entwicklung steckengeblieben sind und in ihrem gegenwärtigen Leben auf Kräfte reagieren, die viele Jahre vorher aktuell waren. Sie finden es schwierig, ihr Leben in geordnete Bahnen zu lenken und so leben sie als Erwachsene immer noch die als schuldhaft erlebte Abwehr von Autoritäten der Kindheit aus. Sie interpretieren das Interesse und die Nähe anderer Menschen als ein Eindringen in ihren Bereich und als Angriff auf ihre Autonomie. Sie reagieren deswegen mit der Tendenz zur Flucht vor stetigen menschlichen Beziehungen.
 
Um dieses Dilemma zu rechtfertigen, richten die Menschen ihren Lebensstil bewusst so aus, dass die Unordnung, in der sie leben, gerechtfertigt erscheint.
 
Die Wurzeln oder Ursprünge dieses perfektionistischen Verhaltens scheinen mir in einer lieblosen Kindheit zu liegen, in der nicht gelernt wurde, mit Gefühlen von Unsicherheit und Ängsten adäquat umzugehen. Die charakteristische Art und Weise, wie diese Menschen mit diesen emotionalen Fesseln umgehen, besteht darin, dass sie ein Muster von Anpassung und Widerstand entwickeln. Sie verspüren den übermächtigen Drang, ihr Leben so zu organisieren, wie es „sein soll” oder wie es „den Normen entspricht”. Das versteht man unter Anpassung, worauf eine Periode intensiven Ordnungsschaffens folgt, was allerdings nach einem Tag oder nach zwei Tagen ein Ende findet, weil man entdeckt, dass sich in Wirklichkeit nichts verändert (das Spüren der inneren Dynamik) und dass trotz der enormen Anstrengung man sich genau dort befindet, wo man begonnen hat. An diesem Punkt empfinden diese Menschen das intensive und schmerzliche Gefühl der Hilflosigkeit und sie haben das Gefühl, ihr Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben. So wird im Laufe des Leben der Widerstand zu einer bestimmenden Kraft, und so lange das so ist, werden diese Menschen immer in die alten Muster zurückfallen, die im Chaos münden.
 
Hier dagegen soll gezeigt werden, dass dieses Streben in erster Linie eine Bewältigungsstrategie ist, die auch im Zusammenwirken mit anderen Menschen entwickelt und aufrecht erhalten wird. Es scheint ein Kampf zwischen Autonomie und Abhängigkeit zu sein. Zugrunde liegt ein Machtkampf zwischen Mutter und Kind. Es kann die Forderung eines Kindes von den Eltern als bedrohlich, tyrannisch und irrational erlebt werden, sodass falsch verstandene Erziehungsmethoden, zum Beispiel: „das Brechen des Willens eines Kindes” bei dem Kind zu einem grundlegenden Misstrauen in die Zuverlässigkeit von Beziehungen führen kann.
 
Perfektionistische Eltern fühlen sich durch die Schwierigkeiten ihres Kindes bedroht und frustriert. Ihre Selbstachtung wird nur vom Erfolg des Kindes bestimmt. Deswegen üben sie Druck auf das Kind aus, um Misserfolge zu vermeiden. So lernt das Kind von klein auf, dass Fehler den Verlust von Liebe und Bestätigung nach sich ziehen. Das führt zu der Furcht, sich auf Erfahrungen und Abenteuer einzulassen, deren Ausgang nicht von vornherein klar zu erkennen ist. (Kontrollbedürfnis über Situationen) Denn die Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Kind können in der Forderung der Mutter zusammengefasst werden: „Erkenne meinen Willen an!” (z. B.: in dem das Kind die ganze Schokolade haben will, nicht nur ein Stück davon) Indem das Kind dieses akzeptieren lernt, gewinnt es die eigene Unabhängigkeit und wenn Eltern die Gefühle des Kindes nicht unterdrücken, kann es anfangen, den Wunsch nach totaler Kontrolle aufzugeben. Dann folgt, dass das Kind allmählich in der Lage ist, den Unterschied zwischen Gefühlen des Selbst und dem Gegenstand, auf den sich das Gefühl bezieht, zu entwickeln und darüber hinaus entsteht auch die Lust am wechselseitigen Verstehen.
 
Mit dem Bedürfnis nach Anerkennung ist jenes Paradoxon gesetzt: In demselben Augenblick, in dem man des eigenen unabhängigen Willens gewahr wird, braucht man einen Anderen, der ihn anerkennt. Wenn die Mutter oder der Vater aber unfähig ist, dem Kind deutliche Grenzen zu setzen, und wenn sie unfähig ist, die Intention des Kindes und dessen Willen wahrzunehmen, und wenn diese Person nur auf ihrer Autonomie besteht, dann erfährt das Kind diese Vertrauensperson als allmächtig und sich selbst als hilflos.
 
So wird das Paradoxon der Anerkennung nicht gelöst, sondern es bleibt ein strukturierendes Problem während des gesamten Lebens. Es wird immer wieder intensiviert mit jedem Kampf um Unabhängigkeit und mit jeder Konfrontation mit der Differenz. Diese in der Kindheit gelernten Verhaltensmuster, perfektionistisch zu sein, und das ständige Streben nach Besitz und Geltung tragen diese Menschen ein Leben lang mit sich herum.
 
So treiben sie sich selbst zu ständigen Höchstleistungen an, denn ihr Selbstwertgefühl definiert sich ausschließlich über die erbrachte Leistung. Hier wird auch die erlebte Diskrepanz deutlich, denn für den Menschen, der sein Umfeld nicht geregelt bekommt, gelten natürlich berufliche Leistungen herzlich wenig. Deswegen haben diese Menschen Angst vor Ablehnungen und sie reagieren häufig sehr heftig auf Kritik. Aus Angst, sich eine Blöße zu geben oder als unzulänglich zu erscheinen, behalten sie ihre Gedanken und Gefühle für sich. Das ist mit ein Grund, warum es ihnen oft schwer fällt, eine engere Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen.

 

Mögliche Ursache

 

Supergedächtnis von G. Roth
 
Die meisten von uns leiden an irgendeiner Begrenzung von Gedächtnisleistungen.
Wer wünscht sich nicht ein besseres Gedächtnis?
Tatsächlich bringt aber ein wirkliches „Supergedächtnis” keineswegs nur Vorteile,
denn dies bedeutet keineswegs bloß,
dass man sich an alles erinnern kann, wenn man nur will,
sondern dass man auch ganz unwichtige Dinge nicht vergessen kann.
 
Ein Supergedächtnis vermag in aller Regel nicht oder nicht gut zwischen „wichtig” und „unwichtig” zu unterscheiden,
für den Menschen ist dann nahezu alles „wichtig”, d. h. erinnerungswürdig.

 
Ich versuche, den betroffenen Menschen bewusst zu machen, dass es ein sinnloses Bemühen ist, dass das Erkennen von Ursachen auch gleichbedeutend mit der Beseitigung dieser dazugehörigen Haltung ist.
 
Meiner Meinung nach liegt die Ursache dieser Störung darin, dass in ganz bestimmten Situationen der Zugang zu den Erinnerungen (also zu den Gedächtnisinhalten) nicht möglich ist. Das heißt, auch das unbewusste Erinnern, was z. B. für Entscheidungsfindungen normalerweise ganz automatisch geschieht, ist bei diesen Menschen in Stresssituationen nicht verfügbar. Auch Handeln wird erst dann möglich, wenn wir auf Erfahrungswerte und Erfahrungswissen, z. B. in gleichen oder ähnlichen Situationen, zurückgreifen können.
 
Viele Menschen kennen dieses Phänomen, dass ihnen unter Stress die einfachsten Dinge nicht mehr einfallen. Denken Sie nur an Prüfungssituationen. Diese Situationen, in denen Angst erlebt wird, führen zu Stress und dieser Stress führt dann zu mehr Angst. In solchen Momenten überschwemmt ein „Datenwust” das Gehirn, denn es fällt einem alles Mögliche ein, was nicht relevant ist, und das blockiert den Zugang zu den vorhandenen Informationen. Dieser Stresskreislauf entsteht auch dann, wenn es sich dabei um ganz alltägliche Lebensabläufe handelt. Die Vermeidung bestimmter Aufgaben macht schon deutlich, wie groß die Angst ist, die da im Hintergrund lauert. Diese Erkenntnis hat eine große Bedeutung für das Verstehen der stressbedingten Gedächtnisblockaden und Erinnerungsproblemen.
 
Diese Erinnerungen und dieses Wissen um zeitliche, räumliche und erlebnisbedingte Gedächtnisinhalte stehen allerdings dann zur Verfügung, wenn die Situation entsprechend frei von Stress ist. So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Stresssituationen vermieden werden, und dass das Wissen über die Ursachen der eigenen eingeschränkten Handlungsweisen wenig in das Bewusstsein kommt, wie es zum Beispiel dann der Fall wäre, wenn man sich überhaupt nicht mehr an bestimmte Gegebenheiten erinnern könnte.
 
Sicherlich hatte dieses Verhalten in früheren Jahren seine Funktion, z. B. Abwehr vom Gefühl der Hilflosigkeit, von Leid oder auch als Reaktion auf ein inneres Zwangsgefühl, Sodass alles das, was jemand tun sollte, mit Trotz oder Auflehnung und so unbewusst zum Widerwillen wird. Das macht teilnahmslos und träge und wenn das, was getan werden muss, überhaupt getan wird, dann nur unter Druck. So kann alles das als Zwang erlebt werden, was für andere Menschen ganz wertfreie Handlungen sind, zum Beispiel Briefe öffnen, pünktlich die Rechnungen bezahlen, ein Geschenk zu kaufen, einen bestimmten Termin einzuhalten usw. Leider umfasst das auch den Widerwillen gegen Regeln im Verkehr, gegen Institutionen, gegen die Gesellschaft. Hier wird bewusst oder unbewusst rebelliert, auch durch eine passive Art, nämlich die Anderen zu frustrieren, indem nicht reagiert wird oder Termine werden einfach „vergessen”.
 
Extreme Selbstgerechtigkeit kann den Betroffenen daran hindern, irgendwelche Fehler bei sich selbst zu sehen. Doch dann gibt es auch die andere Seite, dass diese Menschen sich allzu schnell schuldig fühlen und diese eigenen Mängel zu selbstzerstörerischen (unbewussten) Schuldgefühlen führen können. Wenn es auch nur die fehlende Erinnerung ist, die mehr oder weniger diffus zwischen den gegensätzlichen Impulsen hin und her tendieren und somit zu einem extrem unsicheren inneren Zustand führen kann, bleibt es davon abhängig, wie die Betroffenen sich die Situationen und diesen Zustand bewusst machen können, um sich so Veränderungen im Verhalten erschließen zu können.
 
Tatsächlich liegen die Dinge aber nicht so einfach und simpel, denn häufig ist die dazugehörige Wahrnehmungswelt (innere und äußere) nicht vorhanden oder irritiert.
 
Doch die ängstliche Aufmerksamkeit dieser Menschen richtet sich auf Äußeres, auf Niederlagen, auf Halbwahrheiten, auf Verallgemeinerungen und auf Übertreibungen der eigenen Welt oder die der anderen Menschen.
 
Sammlungen oder alte Gegenstände zu ordnen, leitet die Handlung derjenigen, die im erstaunlichem Maße lebendig sind und expansiv eine für sie akzeptable Lebensqualität erreichen und einem ganz bestimmten Interesse nachgehen wollen. Es ist eine banale Tatsache, dass unsere Handlungen von unseren Intentionen bestimmt werden. Oder einfacher gesagt, dass unser Wille auch die Taten hervorbringt! Hier sind wir an dem Punkt, an dem Betroffenen von Angehörigen oder Anderen vorgeworfen wird: „Du willst ja nur nicht!”

Was kann die Selbsthilfebewegung der Messie erreichen

Die Erarbeitung (Bewusstmachungsprozess) der Bedeutung dieser Störung innerhalb des aktuellen wie ursprünglichen familiären Zusammenhanges (Inhalt) eröffnet dem zur Selbstentwertung neigenden Menschen die Möglichkeit, die Achtung vor sich selbst wiederzuerlangen und allmählich Abstand zu den unter den Bedingungen ursprünglicher oder verbliebener Kindlichkeit gefundenen Lösungen zu finden.

1.     Bewusstmachen des eigenen Verhaltens

2.     Abwehrmechanismen und Vermeidungshaltungen kennen lernen und die daraus resultierenden Emotionen erkennen.

So langsam verlieren die Teilnehmer ihre Unsicherheit und Ambivalenz. Die Informationsverarbeitung verändert sich. Die Gruppe bildet eigene „Normen”. Es entstehen Entscheidungs-„Regeln”. Dieses verändert die Wahrnehmung.
 
Abgrenzung wird möglich.
 
         Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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